Roggenherz – ein Brot mit Seele

Es gibt Brote, die einfach nur satt machen. Und dann gibt es Roggenherz.
Ein Brot, das nach Erde duftet, nach Wärme und Zeit. Wenn es im Ofen knistert und der Duft langsam durch die Küche zieht, weißt du: Hier entsteht etwas Echtes. Kein luftiges Weißbrot, das morgen schon alt ist – sondern ein kräftiges Roggenbrot, das bleibt.

Ich mag an Roggenbroten dieses Ehrliche. Sie sind nicht perfekt, manchmal etwas rau, aber voller Charakter. Genau das macht sie so besonders. Roggenherz ist mein Lieblingsrezept, wenn ich Lust auf ein Brot habe, das so schmeckt, wie Brot schmecken soll: kräftig, saftig, mit einer schönen Kruste und viel Aroma. Und das Beste: Mit dem Thermomix® gelingt es absolut zuverlässig.




Roggenherz – 100 % Roggenbrot (TM6®)

Ein rustikales, aromatisches Brot, das ausschließlich aus Roggenmehl besteht – kräftig, saftig und perfekt im Garkorb gegangen.

Zutaten (für 1 Brot, ca. 900 g):

  • 500 g Roggenmehl Type 1150

  • 380 g lauwarmes Wasser

  • ½ Würfel Frischhefe (21 g) oder 1 Päckchen Trockenhefe

  • 2 TL Salz

  • 1 TL Zuckerrübensirup oder Honig

  • optional: 1 TL Brotgewürz (Fenchel, Kümmel, Koriander, Anis)

  • etwas Roggenmehl zum Bestäuben

  • etwas Butter oder Öl zum Einfetten des Garkorbs


So geht’s im Thermomix®

1. Hefe aktivieren
Wasser und Zuckerrübensirup in den Mixtopf geben – 2 Min / 37 °C / Stufe 2.
Dann die Hefe dazu und 10 Sek / Stufe 3 mischen.

2. Teig mischen
Roggenmehl, Salz und optional das Brotgewürz hinzufügen – 5 Min / Teigknetstufe.
Der Teig wird klebrig, das ist völlig normal. Kein zusätzliches Mehl dazugeben.

3. Erste Ruhephase
Mixtopfdeckel auflegen, Messbecher schräg einsetzen – 60 Minuten gehen lassen.
Der Teig geht leicht auf, bleibt aber kompakt.

4. Formen & Garkorb vorbereiten
Arbeitsfläche gut mit Roggenmehl bestäuben. Teig mit bemehlten Händen zu einem runden Laib formen (nicht mehr kneten).
Den Garkorb leicht einfetten und mit Roggenmehl ausmehlen. Teig mit der glatten Seite nach unten hineinlegen, mit einem feuchten Tuch abdecken und weitere 45 Minuten gehen lassen.

5. Backen
Backofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleine Schale mit heißem Wasser unten in den Ofen stellen – das sorgt für Dampf und eine schöne Kruste.
Teig vorsichtig auf Backpapier stürzen, oben leicht einschneiden. 10 Minuten bei 240 °C backen, dann die Temperatur auf 200 °C senken und etwa 40–45 Minuten fertig backen.

6. Abkühlen lassen
Das Brot nach dem Backen aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter mindestens zwei Stunden auskühlen lassen. Roggenbrot muss ruhen – erst dann wird die Krume richtig saftig und fest.


Das Ergebnis

Ein kräftiges, aromatisches Brot mit dichter, saftiger Krume und einer rustikalen Kruste. Der Laib löst sich dank des Garkorbs schön und bekommt dieses klassische, leicht mehlig gemusterte Aussehen. Es bleibt locker vier bis fünf Tage frisch – und schmeckt am zweiten Tag fast noch besser, weil sich das Aroma richtig entfaltet hat.



Warum ich Roggenherz liebe

Roggenherz ist für mich ein Stück Entschleunigung.
Man kann den Teig nicht hetzen – man muss ihn einfach machen lassen. Und genau das tut gut. Während das Brot langsam im Ofen backt, riecht es im ganzen Haus nach Wärme, nach Zuhause.

Es ist kein Brot für den schnellen Hunger, sondern eins, das man mit Respekt behandelt. Ein Brot mit Seele.

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