Der „Scheiß-egal-Pizzateig“ – 5 Zutaten, null Stress, maximaler Genuss
Es gibt Rezepte, die entstehen aus Leidenschaft. Und dann gibt es Rezepte, die entstehen, weil man einfach hungrig ist und keinen Nerv mehr hat. Der Scheiß-egal-Pizzateig gehört eindeutig zur zweiten Kategorie – und genau deshalb ist er genial.
Ich hatte diesen Abend, an dem einfach alles zu viel war: der Tag, die To-do-Liste, die Gedanken. Im Kühlschrank – gähnende Leere, im Kopf – nur ein Gedanke: Pizza.
Aber natürlich kein passendes Mehl, keine Geduld und schon gar keine Lust, stundenlang Hefeteig zu therapieren.
Und da kam der Moment: Scheiß egal. Ich mach jetzt einfach irgendwas.
Also griff ich nach dem, was da war – fünf Zutaten, die jeder zu Hause hat. Kein Geheimtrick, keine italienische Oma, kein Foodblogger-Zauber. Nur Mehl, Wasser, Hefe, Salz, Öl – und ein bisschen Trotz.
Das Ergebnis? Unerwartet großartig. Ein Teig, der sich easy kneten lässt, sich brav ausrollen lässt und nach dem Backen so duftet, dass du dich fragst, warum du jemals mehr Aufwand betrieben hast.
Seitdem ist das mein Go-to-Rezept, wenn ich will, dass’s gut wird – ohne dass ich mich dafür anstrengen muss.
Der Scheiß-egal-Pizzateig ist mehr als nur ein Rezept.
Er ist eine kleine Befreiung aus der Perfektionsfalle. Ein Teig, der zeigt, dass Einfachheit oft besser schmeckt.
Das Rezept: Scheiß-egal-Pizzateig (Thermomix® TM6®)
Zutaten
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220 g Wasser
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20 g Olivenöl
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1 Würfel Hefe (oder ½, wenn du Zeit hast)
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400 g Mehl (Typ 700 oder 480 – nimm, was da ist)
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1 TL Salz
Zubereitung
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Wasser erwärmen.
Im Thermomix® TM6®: Wasser und Hefe in den Mixtopf geben, 2 Min / 37 °C / Stufe 2.
Ohne Thermomix®: Handwarm machen und Hefe darin auflösen. -
Rest dazugeben.
Mehl, Salz und Öl einfüllen. 3 Min / Teigstufe kneten (oder einfach per Hand, bis der Teig geschmeidig ist). -
Kurz ruhen lassen.
Wenn du’s eilig hast: direkt ausrollen und belegen.
Wenn du Zeit hast: 30 Minuten gehen lassen – wird noch besser, muss aber nicht. -
Backen.
Ofen auf 250 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Pizza 7–9 Minuten backen, bis sie goldbraun und knusprig ist.
Warum er immer gelingt
Weil er einfach ist.
Weil er dich nicht stresst.
Weil er dich machen lässt.
Dieser Teig ist fehlertolerant, ehrlich und bodenständig. Zu viel Mehl? Egal. Zu wenig Hefe? Geht trotzdem. Falsches Mehl? Er lacht nur.
Er ist das Gegenteil von komplizierten Rezepten, die dich belehren wollen – er ist das Rezept, das dich versteht.
Fazit
Der Scheiß-egal-Pizzateig ist kein Ausdruck von Faulheit, sondern von Freiheit.
Er beweist, dass aus „egal“ manchmal das Beste entsteht – besonders, wenn man Hunger hat.
Also: Rühr ihn an, roll ihn aus, beleg ihn mit allem, was du findest.
Er wird dich nicht enttäuschen. Versprochen.
Mit Liebe, Mehl an den Händen
und einem Lächeln aus der Küche –
Deine Sandra 🍕
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