Zusatzstoffe – Freund oder Feind?
Bunte Gummibärchen, knallige Energy-Drinks oder Snacks, die gefühlt ewig im Regal liegen können – ohne Zusatzstoffe wäre das undenkbar. Sie sorgen für Farbe, Geschmack, Haltbarkeit und Konsistenz. Aber die Frage bleibt: Sind sie ein cleverer Helfer oder eher ein Risiko für unsere Gesundheit?
Warum es Zusatzstoffe überhaupt gibt
Lebensmittel sollen appetitlich aussehen, gut schmecken und nicht sofort verderben. Zusatzstoffe machen das möglich:
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Farbstoffe geben Süßigkeiten ihr kräftiges Rot oder Grün.
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Konservierungsstoffe sorgen dafür, dass Brot oder Joghurt länger frisch bleibt.
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Emulgatoren halten Schokolade cremig und verhindern, dass sich Fett absetzt.
Ohne all das würden viele Produkte anders aussehen, schmecken oder deutlich schneller schlecht werden.
Die Kehrseite
Nicht alle Zusatzstoffe sind unumstritten. Manche Farbstoffe stehen im Verdacht, Hyperaktivität bei Kindern zu fördern. Bestimmte Konservierungsstoffe können Allergien auslösen. Und Aromen täuschen oft über die Qualität der eigentlichen Zutaten hinweg – ein Erdbeerjoghurt, der nie eine echte Erdbeere gesehen hat, ist das beste Beispiel.
Strenge Regeln – aber…
Zwar müssen alle in der EU zugelassenen Zusatzstoffe auf Sicherheit geprüft werden. Trotzdem ist „zugelassen“ nicht automatisch gleichbedeutend mit „völlig unbedenklich“. Die Dosis macht das Gift – und wir essen meist nicht nur einen, sondern viele verschiedene Zusatzstoffe täglich.
Also: Freund oder Feind?
Die Wahrheit liegt wie so oft dazwischen. Zusatzstoffe sind praktisch und machen unsere Lebensmittel vielfältiger und sicherer. Gleichzeitig lohnt es sich, hinzuschauen: Brauche ich wirklich die neonfarbenen Gummibärchen oder den Drink mit 15 E-Nummern?
Am Ende gilt: Je kürzer die Zutatenliste, desto natürlicher und oft auch besser. Wer öfter frisch kocht, hat automatisch weniger „Chemie“ auf dem Teller – ohne sich komplett zu verbieten, auch mal einen bunten Snack zu genießen.
Fazit
Zusatzstoffe sind weder allein Freund noch Feind. Sie machen unser Essen sicherer, länger haltbar und oft auch attraktiver – können aber in zu großen Mengen oder in fragwürdigen Kombinationen Nachteile für die Gesundheit haben. Wer bewusst einkauft, Zutatenlisten liest und öfter zu frischen Lebensmitteln greift, muss keine Angst vor ihnen haben. Am Ende entscheidet die Balance: Ein bisschen bunt darf sein, solange das Fundament deiner Ernährung möglichst natürlich bleibt.
Herzlichst,
deine Sandra
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